Heft 1-2026, 50. Jahrgang
„Schreibstrategien“
Wirksame Schreibförderung mithilfe von ausgewählten Strategien
Herausgegeben von: Ursula Esterl & Stephan Schicker
Das Schreiben von Texten im Deutschunterricht erfordert von Lernenden den Einsatz einer Vielzahl von basalen, kognitiven und metakognitiven Strategien, die als flexibel wähl- und nutzbare, typische Herangehensweisen, die von Schreibenden bewusst eingesetzt werden, um ein Ziel zu erreichen, zu verstehen sind. Sowohl in der Unterrichtspraxis des Deutschunterrichts als auch in der Schreibforschung wurden in den letzten Jahrzehnten dabei zahlreiche Modelle zur Förderung von Schreibkompetenz hervorgebracht, die auf Vermittlung bzw. Training von Schreibstrategien basieren. Wirksamkeitsstudien zeigen dabei, dass es kaum didaktische Konzepte und Verfahren zur Förderung des Schreibens gibt, die wirksamer sind als Strategietrainingsansätze (Philipp 2014, S. 80).
Schreiben findet im Unterricht auf unterschiedliche Weise statt und eine gezielte Förderung von Schreibfähigkeiten erfordert daher auch unterschiedliche Strategien. Im Fokus dieses Themenhefts der Zeitschrift ide. informationen zur deutschdidaktik stehen daher sowohl Schreibstrategien, die die einzelnen Phasen des Schreibprozesses (Planen, Schreiben, Überarbeiten) berücksichtigen oder die bei der Anbahnung verschiedener Schreibhandlungen (Argumentieren, Erzählen, Analysieren etc.) eingesetzt werden können, als auch solche, die in Schreibsituationen in unterschiedlichen Kontexten (literarisches, kreatives, sachorientiertes und auch (vor)wissenschaftliches Schreiben) Verwendung finden. Schreiben im Kontext von Mehrsprachigkeit, aber auch die veränderten Rahmenbedingungen im Zeitalter der KI und deren Einflüsse auf Schreibstrategien stellen weitere wichtige Themen dar.