Heft 4-2010, 34. Jahrgang

Schreiben in der Sekundarstufe II

Herausgegeben von:  Annemarie Saxalber & Elfriede Witschel

Das Thema des Heftes findet sich eingebettet in die gegenwärtigen Reformen im österreichischen Schulbereich: die gesetzliche Verankerung von Bildungsstandards zum einen und die Standardisierung der schriftlichen Reifeprüfung zum anderen. Klar auszumachen ist dabei, wie sich diese österreichische Entwicklung einfügt in das Bild des gesamten deutschsprachigen Raumes hin zu Bildungsstandards und einer Diskussion zur Zentralisierung von Abschlussprüfungen.

Die Reifeprüfungsreform bringt nicht nur insofern Veränderungen des Schulalltags mit sich, als für Lehrerinnen und Lehrer das Erstellen von schriftlichen Prüfungen wegfällt und sie mehr als vorher SchülerInnen beim Verfassen einer vorwissenschaftlichen Arbeit begleiten werden, sie könnte und sollte auch Konsequenzen für die Unterrichtskultur in der gesamten Oberstufe haben.

So sollten LehrerInnen nun klare Kriterien für das Verfassen von Texten formulieren und kommunizieren und der Forderung nach Kompetenzorientierung über die 8. Jahrgangsstufe hinausgehend auch in der Oberstufe nachkommen. Das Heft widmet sich daher zunächst der Klärung des Kompetenzbegriffes und geht der Frage nach, welche Sprach- und Textkompetenzen MaturantInnen besitzen sollten.

Außerdem interessiert, wie schriftliche Kompetenz aufgebaut werden und wie das Bewusstsein darüber wachsen kann, dass der Schreibprozess nur in einer Verbindung von Lese- und Schreibkompetenzen optimal gefördert wird. Nicht aus den Augen gelassen werden sollen schließlich auch die neuen Medien, deren Potenzial für eine prozessorientierte Schreibdidaktik gewinnbringend genutzt werden kann.

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