Heft 2-2022, 46. Jahrgang

Österreich im Blick

Herausgegeben von: Nicola Mitterer, Hannes Schweiger & Ursula Esterl

Die Berechtigung des Begriffes „Nation“ wird glücklicherweise zunehmend infrage gestellt, allerdings gibt es nach wie vor ein Konstrukt, das wir „Österreich“ nennen und dem wir eine bestimmte Geschichte und – zunehmend diverse – kulturelle Identität zuschreiben.

Das vorliegende Heft möchte keine Festschreibung, wohl aber eine aktuelle Befragung dieser „Imagination Österreich“ durchführen, auch wenn das ein fragmentarisches und kontingentes Unterfangen sein wird, das notwendigerweise auch immer wieder in ironischer Distanzierung zu sich selbst betrieben werden muss. Was dieses Heft dennoch leisten kann, sind Einblicke in das kulturelle Leben in Österreich, deshalb werden hier aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Literatur, Tanz, Film und Musik gezeigt und auch in didaktischen bzw. bildungspolitischen Kontexten betrachtet. Zudem eröffnet das Heft vielfältige Perspektiven auf das Themenfeld Sprache – Identität – Zugehörigkeit und stellt damit nicht zuletzt die Frage nach der (historischen und gegenwärtigen) Konstituierung eines „Wir“.

Dieses Heft erscheint in enger Anbindung an die XVII. Internationale Tagung der Deutschlehrer_innen (IDT), die von 15. bis 20. August 2022 in Wien stattfindet. Mit dem Motto *mit.sprache.teil.haben stellt die IDT 2022 die Bedeutung des Sprachenlernens und -lehrens für gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt. Neben dem Fachprogramm gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm Einblicke in das kulturelle Leben in Österreich. Die Auseinandersetzung mit Identität und Zugehörigkeit spielt in einer Migrationsgesellschaft wie jener Österreichs eine zentrale Rolle, sowohl mit Blick auf den Bildungs- als auch den Kulturbereich, wie die facettenreichen Beiträge dieses besonderen Themenhefts zeigen sollen.

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