Heft 4-2023, 47. Jahrgang

Sprache(n) und Zugehörigkeiten

Herausgegeben von: Monika Dannerer & Ursula Esterl


„Zugehörigkeit“ ist ein sehr breiter Terminus, der zwar nicht neu ist, aber in letzter Zeit vermehrt genutzt wird, z.B. auch um eine andere und flexiblere Perspektive zu setzen als z.B. bei „Identität“. Differenziert werden kann u.a. zwischen „Politik(en) der Zugehörigkeit“ und „Gefühlen der Zugehörigkeit“; Zugehörigkeit bzw. Nichtzugehörigkeit kann unabhängig von Sprachen und Varietäten angezeigt bzw. empfunden werden, kann aber auch eng damit verbunden oder in bestimmten Bereichen sogar daran gebunden sein.

Im schulischen Kontext wird Zugehörigkeit aufgrund bestimmter Kriterien einerseits formal geregelt (z.B. die Aufnahme in eine Schule/Klasse, Einstufung als „mit Migrationshintergrund“, Zuordnung zu bestimmten Erstsprachen …) und sozial durch unterschiedliche Prozesse zwischen allen Akteur:innen des schulischen Umfelds immer wieder ausgehandelt. Dabei wird insbesondere die Beherrschung und/oder Verwendung von bestimmten Sprachen und Varietäten, von literalen Praktiken u.Ä.m. als Ausdruck von Zugehörigkeit gewertet.

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