Heft 1-2013, 37. Jahrgang

Literale Praxis von Jugendlichen

Herausgegeben von:  Margit Böck & Gabriele Fenkart

Der soziale und technologische Wandel der letzten Jahre hat zu grundlegenden Veränderungen von Schriftlichkeit geführt. Kinder und Jugendliche wachsen in anderen Schriftumwelten auf als ihre Eltern und LehrerInnen, die Bedingungen ihrer literalen Sozialisation sind insgesamt vielfältiger geworden.

Wie verwenden Jugendliche Schrift und schriftbezogene Medien heute? Wie haben sich Texte selbst verändert und was implizieren diese Entwicklungen für die Jugendlichen als LeserInnen und TextproduzentInnen? Was bedeuten diese Veränderungsprozesse für die Schule, insbesondere für den Deutschunterricht, in dem Lesen und Schreiben gleichzeitig zentrale Gegenstände sowie Werkzeuge sind? Wo sind andere Fächer betroffen? Und wie können – und sollten – Facetten dieses Wandels in den Unterricht integriert werden, um die Entwicklung von Lese- und Schreibkompetenzen sowie der Lese- und Schreibmotivation der Jugendlichen zu fördern? Diese Fragen rahmen die ide-Ausgabe 1/2013.

Eine Grundannahme für die Konzeption des Heftes ist, dass ein detaillierter Blick darauf, was Jugendliche in ihrem außerschulischen Alltag mit Schrift, mit Lesen und Schreiben machen, für LehrerInnen wichtige Anstöße liefern kann, um daran anknüpfend die Lernenden an Formen der Schriftlichkeit heranzuführen, die aus der Perspektive der Schule als relevant erachtet werden. Dieses Heft richtet sich zum einen an DeutschdidaktikerInnen und -lehrerInnen. Zum anderen werden LehrerInnen aus allen anderen Fächern angesprochen: Gerade die vielfältigen Potentiale schriftlicher Kommunikation tragen dazu bei, die Bedeutung des Lesens und Schreibens für (auch schriftferne) Jugendliche erkenn- und erlebbar zu machen. Sie dabei selbst für ihr eigenes Lesen und Schreiben zu sensibilisieren, ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

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Zusatzmaterialien

  • Ben Bachmair: Von der Erkundung von Kontexten bis zum Schreibimpuls

  • Carola Rieckmann, Moritz Jörgens, Cornelia Rosebrock: Beispiele fehlender Lesebereitschaft